Froschschenkel gelten in Frankreich und Luxemburg, Belgien, Quebec in Kanada, in den Südstaaten der USA, in der Karibik, in afrikanischen Ländern sowie in Kambodscha, China und Thailand als grosse Delikatesse.

Franzosen als "Froschfresser" oder "Froggies" zu verunglimpfen, ist gleich doppelt falsch:

 

Man ißt in Nord- und Südfrankreich, eher aber in der Mitte und weiter südwestlich nicht irgendwelche Frösche, sondern nur die Schenkel und den Ansatz der Wirbelsäule, wo das zarte, helle Fleisch sitzt. Im Norden liegen die ähnlich delikaten Jakobsmuscheln noch vor den Frosch-Cuisses.

Froschschenkel - Zubereitung

Froschschenkel, französisch "Cuisses de grenouille" genannt, werden - natürlich ohne Haut - frittiert, gebraten, geröstet, gegrillt oder gekocht gegessen.

Gewürzt mit Kräuter-Meersalz, Knoblauch, Petersilie und etwas Zitronensaft in Öl oder Butter sind die zarten Schenkelchen in wenigen Minuten verzehrfertig, fast schon ein "Fastfood" unter den Vorspeisen und Spezialitäten.

Die grössten Froschschenkel-Liebhaber...

...in Europa wohnen in Frankreich. Unser Nachbarland, mit seiner als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichneten Küche, ist der größte Verbraucher an Froschschenkeln.

Das Land importiert zwischen etwa 4000 Tonnen Froschschenkel pro Jahr, während die Zollstatistik der Schweiz zwischen 1995 und 2000 nicht weniger als 850 Tonnen importierte Frosch-Oberschenkel ausweist. Selbst in Deutschland liegt der jährliche Bedarf an Froschschenkeln für verwöhnte Gourmets bei etwa 11 Tonnen...