Maultaschen, in Schwaben auch Herrgottsbescheißerle genannt, haben eine eigene Geschichte:

Herrgottsbscheißerle, die Schwäbischen Maultaschen, kennt man heute als gefüllte Nudeln in der Art der italienischen Fettucchini.

 

Besonders in Baden-Württemberg und seiner Hauptstadt Stuttgart, im Allgäu in Bayern und im Schwarzwald sind Maultaschen-Rezepte sehr beliebt.

Die Teigwaren-Spezialität aus Süddeutschland entstand aus einer kleinen Lügerei...

Die Geschichte der Erfindung der Maultaschen stammt aus dem 17.Jahrhundert aus einem Kloster in Maulbronn. Mit einer ganz eigenen Kreation, dieser heutigen weltbekannten Spezialität, wollten die dortigen Mönche einst den Herrgott täuschen.

Die frommen Glaubensbrüder bekamen in der Fastenzeit von einem Bauern ein Stück Fleisch geschenkt. Jetzt war guter Rat teuer. Was machen mit dem leckeren Fleisch, denn sie wußten ja, dass sie es in der Fastenzeit nicht essen durften.


So zerhackten sie das Fleisch, vermischten es mit Kräutern, Gewürzen und Spinat. Machten kleine Portionen daraus und umhüllten es mit einem Mehl-Eierteig. Sie glaubten so, dass der Herr ihre Schwindelei nicht merkte, weil von dem Fleisch nach aussen hin nun nichts mehr zu erkennen war.
So erfanden die Glaubensbrüder im Schwabeländle die leckeren Schwäbischen Maultaschen. So sind sie halt,die Schwaben - schlau und erfinderisch